Willi Weyer – ein Leben für Freiheit, Fairness und Fortschritt

Willi Weyer Über mehr als drei Jahrzehnte prägte er liberale Politik in Nordrhein-Westfalen und Deutschland insgesamt. Ob als nordrhein-westfälischer Wiederaufbauminister, Finanzminister, Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident oder Vorsitzender des FDP-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und stellv. FDP-Bundesvorsitzender - Willi WEYER strebte nach politischen Ämtern nicht um der Macht willen. Vielmehr reizte ihn die Möglichkeit, sich für die Freiheit des Einzelnen, Fairness in Politik und Sport und gesellschaftlichen Fortschritt einzusetzen. Anlässlich seines 20. Todestages gedenkt die nordrhein-westfälische FDP des großen Liberalen Willi Weyer, seinen großen Verdiensten um das Land und die Partei sowie seinem beispielgebenden Einsatz für die Freiheit und das Gemeinwohl.
„Landesimmergrün“ wurde der gelernte Jurist aus Hagen einmal genannt. Immerhin arbeitete Weyer in seiner Zeit als Minister zwischen 1954 und 1975 mit den vier Ministerpräsidenten Karl Arnold (CDU), Fritz Steinhoff (SPD), Franz Meyers (CDU) und Heinz Kühn (SPD). Gemeinsam mit Wolfgang Döring und Walter Scheel stemmte er sich 1956 erfolgreich gegen das Ansinnen Konrad Adenauers, das so genannte „Grabenwahlrecht“ einzuführen. Der von ihm mit initiierte „Jungtürkenaufstand“ führte in die erste sozial-liberale Koalition. Dabei ging es Weyer vor allem um das Ziel, die FDP als unabhängige, dritte politische Kraft zu stärken und im Parteiensystem fest zu verankern.
In seiner Zeit als Innenminister setzte Weyer Ende der 60er Jahre eine bis heute beispiellose Verwaltungsreform durch. Dazu gehörte die kommunale Gebietsreform, mit der die Anzahl der Kommunen von 2.277 auf 396 verringert und deren Leistungsfähigkeit deutlich gestärkt wurde. Die von ihm initiierte Verwaltungsreform prägt noch heute die kommunale Landschaft in NRW und wird zu Recht als „Jahrhundertwerk“ bezeichnet.
„Willi Weyer stand in beispielgebender Weise für Freiheit und Unabhängigkeit - verbunden mit dem Mut zum Risiko und der Einsatzbereitschaft auch in kritischen Situationen“, so der FDP-Landesvorsitzende Andreas Pinkwart. Weyers Wirken reichte weit über die Politik hinaus. So legte er 1975 die politischen Ämter nieder, um sich ganz seiner Leidenschaft, dem Sport zu widmen. Bis fest zu seinem Lebensende setze er sich als Präsident des Deutschen Sportbundes für die Belange des Breiten- und Spitzensports mit ganzer Kraft ein.
Termine
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Marco Buschmann MdB beim Kreisparteitag der FDP-Gelsenkirchen














