Neumitglieder- und Interessentenkongress 2010

Düsseldorf, 27. September 2010

Neumitglieder- und Interessentenkogress 2010 Am Samstag, den 25. September 2010, trafen sich auf Einladung des Landesverbandes mehr als 100 „neue Freunde für die Freiheit“ im Düsseldorfer Apollo Varieté, um sich über ihre Möglichkeiten zur Mitarbeit in der FDP-NRW zu informieren und mit Abgeordneten und Funktionsträgern ins Gespräch zu kommen. Zu Beginn seiner Rede bedankte sich der Landesvorsitzende der FDP-NRW, Andreas Pinkwart, herzlich bei den Gästen für ihre Bereitschaft, sich auch in stürmischen Zeiten zur liberalen Idee zu bekennen. „Das ermutigt uns alle, die für die FDP, für die Freiheit in Deutschland eintreten“, so Pinkwart.


Bildergalerie Neumitgliederkongress 2010

Christian Lindner
Christian Lindner begrüßte die Gäste per Video
Nach der Begrüßung durch FDP-NRW-Generalsekretär Joachim Stamp, richtete sich der Bundesgeneralsekretär Christian Lindner per Videobotschaft an die Teilnehmer. „Sie sind jetzt Mitglied der Partei geworden, die für faire und verlässliche Rahmenbedingungen steht, die faire und verlässliche Rahmenbedingungen für all die Menschen schaffen möchte, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen“, so Lindner. Diese Einstellung bringe aber eine Menge Arbeit mit sich in „einem Land, in dem viele den Staat als Bevormunder wollen.“ Umso mehr Spaß mache dann das Ringen um die wichtigen politischen Konzepte. Zuletzt lud Lindner die Neuliberalen ein, sich mit eigenen Ideen bei der Gestaltung des neuen Grundsatzprogramms einzubringen.

„Die FDP ist nach wie vor gewollt, weil viele Menschen in NRW unser liberales Lebensgefühl teilen und erkennen, was mit einem Land geschieht, wenn die Liberalen nicht die Entscheidungsverantwortung tragen“, zeigte sich FDP-Landeschef Andreas Pinkwart optimistisch und kämpferisch.

Liberaler Fokus auf Bildung, Haushaltskonsolidierung und Integration


Andreas Pinkwart
Pinkwart schwor die Neuliberalen auf den entschlossenen Widerstand der FDP gegen „die verfehlte Bildungspolitik“ von Rot-Grün ein. In Bezug auf die Pläne der Minderheitsregierung, die Gemeinschaftsschule einzuführen, sprach der FDP-Landeschef von einer „Wendung rückwärts“. Rot-Grün suche sein „Heil in einer Schule für alle“ nach dem Motto „lieber alle gleich schlecht, als möglichst gut“. NRW brauche aber „ein leistungsfähiges Schulsystem mit differenzierten, Talente individuell fördernden Angeboten“, damit es nicht weiterhin als „Schlusslicht“ im Länderbildungsvergleich gelte. Sollten die rot-grünen Pläne Wirklichkeit werden, werde die FDP im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern den bürgerschaftlichen Protest gegen diese falsche Bildungspolitik in Gang setzen.

Hier können Sie sich die Rede von Andreas Pinkwart anhören.

Pinkwart nannte die Neuverschuldungspläne der rot-grünen Minderheitsregierung eine „absolut fatale Entwicklung“ und sprach von einem „eklatanten Verstoß gegen die Landesverfassung“. Die massive Neuverschuldung werde zwingend dazu führen, dass
die Handlungsspielräume des Landes in schwierigen Zeiten mit der Folge wieder eingeengt werden, dass dann bei Bildung und den Kommunen gespart werden müsse. „Dann werden Schulen, Schwimmbäder und Theater geschlossen“, mahnte Pinkwart. „Im Zusammenspiel von Bildung und Haushaltskonsolidierung sehen wir Liberalen die zentralen Schlüssel, um unser Land zukunftsfähig zu machen“, so der FDP-Bundesvize.

Neuliberalen und Interessenten im Apollo
Neuliberale und Interessenten im Apollo
In den nächsten Monaten möchte sich die FDP dem Thema Integration noch stärker zuwenden und sich für eine moderne Zuwanderungspolitik einsetzen. Pinkwart unterstrich den bisherigen Beitrag der Landes-FDP für die Integrationsförderung in NRW: die schwarz-gelbe Vorgängerregierung habe als erste Landesregierung in Deutschland einen Integrationsminister gestellt. Als Motor in der Koalition habe die FDP die frühkindliche Sprachförderung durchgesetzt. So wurde in den letzten drei Jahren jedem dritten Kind im Alter von vier Jahren eine Sprachförderung ermöglicht, damit auch diese Kinder von der ersten Unterrichtsstunde den Unterricht auch richtig folgen können.

Abschließend umriss der FDP-Landeschef die liberalen Positionen zur Gesundheitsreform, zum Energiekonzept und in der Steuerpolitik und ermutigte die Neuliberalen, sich selbstbewusst in Diskussionen zu zeigen. Denn „gerade die Liberalen müssen immer versucht sein, eine Politik zu formulieren, die ethischen Grundsätzen genügt, wie auch auf Vernunft aufgebaut ist. Hier leisten wir einen ganz wichtigen vernunftorientierten Beitrag“, betonte Pinkwart.

'Berlin direkt' mit Gisela Piltz
"Berlin direkt" mit Gisela Piltz
Im Anschluss an die Rede bekamen die liberalen Vorfeldorganisationen die Möglichkeit, ihre Arbeit vorzustellen. Zum Abschluss der Veranstaltung gewährte die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete und Vizelandesvorsitzende der FDP-NRW, Gisela Piltz, einen Einblick in die Berliner Politik und die Arbeit in ihren Ressorts, Innen- und Kommunalpolitik. Danach folgten Neumitglieder und Interessenten der Einladung der FDP-Landtagsfraktion zum „Landespolitischen Tag“ im Landtag und nutzten die Gelegenheit, sich über die Arbeit der Abgeordneten zu informieren und mit ihnen über aktuelle Themen zu diskutieren.

Für den späten Nachmittag hatte der FDP-Landesverband dann ein offenes Programm mit einer Führung zur Stadtentwicklung und einem Kulturbummel durch die Kunstsammlung NRW (K20) angeboten. Und auch beim Get-together am frühen Abend fanden sich über 30 Liberale ein, um den interessanten und informativen Tag ausklingen zu lassen.