Vogel: Drei-Millionen-Marke bald geknackt

Düsseldorf, 31. August 2010

Gebäudereiniger Auch im August ist die Zahl der Arbeitslosen weiter gesunken. Zwar lediglich um rund 4.000 auf 3,188 Millionen - "die Tendenz ist aber gerade angesichts der Sommerflaute weiterhin erfreulich positiv", kommentiert FDP-Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel. Er hält es für möglich, dass die Zahl noch in diesem Jahr unter die Drei-Millionen-Marke sinkt. Die Koalition werde diesen Trend mit ihrer liberalen Wirtschaftspolitik verstärken, versichert Vogel.

Die Wirtschaft ist auch im August weiter gewachsen und sorgt damit für eine gute Lage auf dem Arbeitsmarkt. Mit 3,188 Millionen Arbeitslosen ist der Vorkrisenstand im August 2008 beinahe wieder erreicht, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mit. Saisonbereinigt errechnet sich für den August erneut eine Abnahme, und zwar um 17.000. Im Vergleich zum Vorjahr gab es im August 283.000 Arbeitslose weniger. Auch die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit), die die gesamte Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik umfasst, liegt unter Vorjahresniveau, berichtete die Agentur.

Die Arbeitsagentur geht davon aus, dass die Erwerbslosenzahl bereits Herbst unter drei Millionen sinkt. In den Monaten September bis November werden üblicherweise 200.000 bis 300.000 mehr Menschen eingestellt.

Liberale Wirtschaftspolitik wirkt sich positiv aus

Johannes Vogel
Johannes Vogel
Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Johannes Vogel, sieht im neuen Höchststand des Stellenindexes der Bundesagentur für Arbeit ein Indiz dafür, dass die Unternehmen wieder verstärkt einstellen. "Es zeigt aber auch die positive Wirkung einer liberalen Wirtschaftspolitik", ist Vogel überzeugt.

Der liberale Arbeitsmarktexperte glaubt ebenfalls, dass die Marke von drei Millionen noch in diesem Jahr unterschritten werden kann. "Mit der geplanten Verbesserung der Jobvermittlung und der Hinzuverdienstmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose wird die Koalition die Entwicklung verstärken und damit mehr Menschen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt geben", verspricht Vogel.

Im Interview mit dem "Deutschlandfunk" zeigte Vogel angesichts der verbesserten Lage Verständnis, dass Arbeitnehmer und Gewerkschaften jetzt höhere Löhne forderten. Dies sei aber Aufgabe der Tarifparteien und nicht Sache von Politikern, betonte Vogel. "Es ist ja auch ein Erfolgsmodell in Deutschland, in unserer sozialen Marktwirtschaft, dass es eine Tarifautonomie gibt." Die Forderungen sollten jedoch "ausgewogen" sein, empfahl der Liberale. Man müsse im Blick behalten, "dass es Risiken gibt und dass wir natürlich auch dafür sorgen wollen, dass der Aufschwung erst mal dafür sorgt, dass viele Menschen in Arbeit kommen."