Vogel: Arbeitnehmerfreizügigkeit ist eine Chance

Berlin, 22. April 2011

Ab dem 1. Mai können sich Arbeitnehmer aus Polen, Ungarn, Tschechien, Slowenien, Slowakei und dem Baltikum in Deutschland einen Job suchen. Bis zu 74 Millionen Menschen dürfen dann grenzenlos arbeiten - ohne Einschränkungen. FDP-Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel sieht darin eine Chance für den deutschen Arbeitsmarkt. "Sorgen in Bezug auf Lohndumping sind unbegründet", sagte er im Interview mit dem ''rbb-inforadio".

Interview mit Johannes Vogel im "rbb-Inforadio"
Interview mit Johannes Vogel bei "Klipp und Klar"

Vom 1. Mai an können Arbeitskräfte aus acht osteuropäischen Ländern ihre Dienste auch in Deutschland anbieten. Arbeitnehmerfreizügikeit lautet das Motto. Das heißt: Die Bewohner dieser Staaten können unabhängig von ihrem Wohnort in jedem EU-Land arbeiten – zu denselben Konditionen, wie die einheimischen Arbeitskräfte. Ein Umstand, der in Deutschland mit sehr gemischten Gefühlen betrachtet wird.

Mehr Chancen als Risiken für den deutschen Arbeitsmarkt

Johannes Vogel, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, glaubt nicht an negative Auswirkungen für Deutschland. Leider werde in Deutschland die Öffnung der Grenzen immer nur als Bedrohung diskutiert, sagte der FDP-Politiker im Gespräch mit dem "rbb-inforadio".

Deutschland profitiere vom europäischen Binnenmarkt und müsse jetzt auch den Arbeitsmarkt öffnen. Es werde so getan, als ob eine "dunkle Wolke aus dem Osten" komme. Es sei aber nicht damit zu rechnen, dass durch die Öffnung Dumping-Löhne eingeführt würden. Es seien nicht die Geringqualifizierten, die ihre Heimatländer verlassen und im Ausland arbeiten wollten.

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