Innovationskongress "schule & freiheit"

Bernhard Bueb, Christian Lindner, Wolf Hasenclever, Uwe Bettschneider, Ingrid Pieper von Heiden und Andreas Pinwkart (Düsseldorf, 11.05.2009) Welche Spielräume brauchen unsere Schulen und wie können sie mehr Verantwortung erfolgreich nutzen? Mit diesen Fragen hat sich der 5. Innovationskongress unter der Überschrift "schule & freiheit" am Mittwoch beschäftigt. Rund 200 Teilnehmer waren nach Düsseldorf gekommen, um auf Einladung der FDP-NRW mit erfahrenen Schulpraktikern und führenden Bildungsexperten zu diskutieren. "Die soziale Qualität einer Gesellschaft zeigt sich nicht in der Ergebnisgleichheit, sondern darin, allen Menschen Lebenschancen zu eröffnen“, erklärte FDP-Generalsekretär Christian LINDNER zu Beginn. Er betonte, dass Chancen aber keine Garantien seien, sondern ergriffen werden müssten. Aufgabe der Politik sei es deshalb, für Chancengleichheit am Start zu sorgen. Der FDP-Landesvorsitzende Andreas PINKWART erklärte: "Deutschland muss das Land mit den besten Schulen und Hochschulen der Welt werden."
„In den vergangenen vier Jahren haben wir in der Bildungspolitik schon viel erreicht. In einem Punkt sind wir aber noch nicht so weit, wie wir uns das wünschen: bei der Freiheit und Eigenverantwortung der Schulen“, resümierte Lindner. Genau deshalb habe man sich zu diesem Innovationskongress zusammengefunden, um „abseits des politischen Tagesgeschäfts und mit Blick auf die kommende Legislaturperiode an der programmatischen Entwicklung zu arbeiten.“

Andreas Pinkwart Der FDP-Landesvorsitzende Andreas Pinkwart fragte: „Wie lange wird eine Nation wohl Exportweltmeister bleiben können, wenn wir bei der Bildung bestenfalls Mittelmaß sind? Deswegen schaffen wir Vorfahrt für Bildung. Deutschland muss das Land mit den besten Schulen und Hochschulen der Welt werden.“
Nicht trotz, sondern gerade wegen der Krise gelte es, diese Prioritätensetzung jetzt nicht in Frage zu stellen. Investitionen in Bildung seien gut für jeden Einzelnen und damit gut für unser Land. „Die milliardenschwere Abwrackprämie wird mit einem Federstrich genehmigt, Innovation und Bildung werden ausgebremst", kritisierte der Innovationsminister die Ankündigung des Bundesfinanzministers, über die Finanzierung zentraler Hochschulprogramme erst nach der Bundestagswahl zu entscheiden.
Um Nordrhein-Westfalen bis 2015 zum Bildungsland Nummer 1 zu machen, bedürfe es neben mehr Gestaltungskraft auch mehr Gestaltungsfreiheit für die Schulen. „Politik und Ministerialbürokratie müssen sich aus den Schulen zurückziehen“, forderte Pinkwart und betonte: „Der Schulleiter vor Ort kann besser entscheiden, was seine Schule braucht, als die Schulbeamten am grünen Tisch.“
Die Erfahrungen aus der Umsetzung des Hochschulfreiheitsgesetzes zeigten, dass Verantwortungsträger mit ihrer Aufgabe wachsen. Deshalb ist Innovationsminister Andreas Pinkwart zuversichtlich, dass nach der erfolgreichen Einführung der Hochschulautonomie in der kommenden Legislaturperiode auch die Schulautonomie gelingen werde. Bereits im November hat die FDP-NRW ihre Forderung nach einem Schulfreiheitsgesetz auf einem Landesparteitag beschlossen.
„Verwaltung frisst pädagogische Kreativität und muss eingedämmt werden“, so Wolf Hasenclever, Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Lehrerbildung. Der Bildungsexperte fordert aber auch mehr Geld für Bildung: „ Wenn wir auch nur an den unteren Rand des OECD-Mittelfeldes heran schrappen wollen, brauchen wir 16 Milliarden Euro.“ Das Statement von Wolf Hasenclever können Sie hier hören.
Vom ganz normalen Wahnsinn einer Schule berichtet Uwe Bettschneider, Leiter des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums in Bonn. Neben ausufernder Bürokratie und lebensferner Verwaltung sorgt er sich besonders um den Nachwuchs im Bereich Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik. „Es muss etwas passieren, wenn wir nicht vom Exportweltmeister zum MINT-Importweltmeister werden wollen“, so der Schulleiter. Den Alltagsbericht von Uwe Bettschneider können Sie hier hören.
Wie viel Freiheit brauchen Schulen? Diskutieren sie mit und schreiben Sie uns Ihre Meinung an info@fdp-nrw.de

Andreas Pinkwart Der FDP-Landesvorsitzende Andreas Pinkwart fragte: „Wie lange wird eine Nation wohl Exportweltmeister bleiben können, wenn wir bei der Bildung bestenfalls Mittelmaß sind? Deswegen schaffen wir Vorfahrt für Bildung. Deutschland muss das Land mit den besten Schulen und Hochschulen der Welt werden.“
Nicht trotz, sondern gerade wegen der Krise gelte es, diese Prioritätensetzung jetzt nicht in Frage zu stellen. Investitionen in Bildung seien gut für jeden Einzelnen und damit gut für unser Land. „Die milliardenschwere Abwrackprämie wird mit einem Federstrich genehmigt, Innovation und Bildung werden ausgebremst", kritisierte der Innovationsminister die Ankündigung des Bundesfinanzministers, über die Finanzierung zentraler Hochschulprogramme erst nach der Bundestagswahl zu entscheiden.
Um Nordrhein-Westfalen bis 2015 zum Bildungsland Nummer 1 zu machen, bedürfe es neben mehr Gestaltungskraft auch mehr Gestaltungsfreiheit für die Schulen. „Politik und Ministerialbürokratie müssen sich aus den Schulen zurückziehen“, forderte Pinkwart und betonte: „Der Schulleiter vor Ort kann besser entscheiden, was seine Schule braucht, als die Schulbeamten am grünen Tisch.“
Die Erfahrungen aus der Umsetzung des Hochschulfreiheitsgesetzes zeigten, dass Verantwortungsträger mit ihrer Aufgabe wachsen. Deshalb ist Innovationsminister Andreas Pinkwart zuversichtlich, dass nach der erfolgreichen Einführung der Hochschulautonomie in der kommenden Legislaturperiode auch die Schulautonomie gelingen werde. Bereits im November hat die FDP-NRW ihre Forderung nach einem Schulfreiheitsgesetz auf einem Landesparteitag beschlossen.- Beschluss: Nordrhein-Westfalen – auf dem Weg zum Bildungsland Nr. 1
„Verwaltung frisst pädagogische Kreativität und muss eingedämmt werden“, so Wolf Hasenclever, Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Lehrerbildung. Der Bildungsexperte fordert aber auch mehr Geld für Bildung: „ Wenn wir auch nur an den unteren Rand des OECD-Mittelfeldes heran schrappen wollen, brauchen wir 16 Milliarden Euro.“ Das Statement von Wolf Hasenclever können Sie hier hören.
Vom ganz normalen Wahnsinn einer Schule berichtet Uwe Bettschneider, Leiter des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums in Bonn. Neben ausufernder Bürokratie und lebensferner Verwaltung sorgt er sich besonders um den Nachwuchs im Bereich Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik. „Es muss etwas passieren, wenn wir nicht vom Exportweltmeister zum MINT-Importweltmeister werden wollen“, so der Schulleiter. Den Alltagsbericht von Uwe Bettschneider können Sie hier hören.Wie viel Freiheit brauchen Schulen? Diskutieren sie mit und schreiben Sie uns Ihre Meinung an info@fdp-nrw.de
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