Die FDP wächst - 300 Neumitglieder und Interessenten trafen sich zum Neumitgliederkongress
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Die neuen "Botschafter
des Liberalismus" Die nordrhein-westfälische FDP hatte erstmalig zum landesweiten Neumitglieder- und Interessentenkongress eingeladen. Und über 300 Gäste fanden am Samstag den Weg ins Apollo-Varieté nach Düsseldorf. Seit Anfang 2005 haben sich in NRW über 2.000 Bürger für eine Mitgliedschaft in der FDP entschieden. Grund genug, die „jungen“ Parteifreunde jetzt auch in Düsseldorf über die Arbeitsweise von Landes- und Bundespartei zu informieren und ihnen einen direkten Gesprächskontakt zu Abgeordneten und Funktionsträgern zu ermöglichen. FDP-NRW-Generalsekretär Christian LINDNER nutzte sein Grußwort dazu, alle Neumitglieder gleich auch zu „Botschaftern des Liberalismus“ zu ernennen.
„Die FDP will weiter wachsen“, sage Lindner und forderte dazu auf, sich auch im persönlichen und beruflichen Umfeld zur FDP zu bekennen und für die Mitgliedschaft in der FDP zu werben.

Andreas Pinkwart und
Christian Lindner am
Rande des Kongresses In seiner Grundsatzrede stellte der FDP-Landeschef und Innovationsminister des Landes NRW, Andreas Pinkwart, den Begriff der Freiheit in den Mittelpunkt. „Freiheit ist unteilbar“, darauf habe auch immer der Ehrenvorsitzende der FDP, Hans Dietrich Genscher, hingewiesen. Während es Aufgabe der Liberalen sei, in ökonomischen Fragen der sozialen Marktwirtschaft und dem Wettbewerb den Vortritt zu lassen, müssten die Liberalen in der Gesellschaftspolitik dafür sorgen, individuelle Freiheitsrechte zu verteidigen.
Pinkwart zeigte sich bestürzt über die Sozialdemokratisierung der Merkel-Union und bezeichnete die Politik der Bundesregierung als „pure Abzocke“. Höhere Steuern, höhere Abgaben und mehr Staatswirtschaft in der Gesundheitspolitik – das habe mit Sozialer Marktwirtschaft nichts mehr zu tun. Die FDP setze auf mehr Eigenverantwortung und wolle durch eine Entlastung der Bürger zu mehr wirtschaftlicher Dynamik und Beschäftigung beitragen. Die NRW-Landesregierung würde diese Grundsätze auch in der tatsächlichen Politik realisieren. NRW profitiere von einer besseren Bildungs- und Hochschulpolitik, von Bürokratie- und Subventionsabbau sowie von einer nachhaltigen Finanzpolitik. NRW müsse sich als Blaupause für den Wechsel auch in der Bundesrepublik erweisen, so Pinkwart.

Werben auch für neue
Mitglieder: die Jungen
Liberalen Genug zu tun gibt es für die Liberalen auf jeden Fall. Neumitglieder und Interessenten sollten sich möglichst ohne Scheu in die politische Arbeit der Partei einklinken. Dazu eignen sich neben den klassischen FDP-Arbeitsgremien auch die vielfältigen liberalen Vorfeldorganisationen. So stellten sich in Düsseldorf nahezu alle Vorsitzenden des liberalen Vorfeldes vor und berichteten über die jeweiligen Themenschwerpunkte und bevorstehenden Aktivitäten.
In einem Gespräch nach dem Muster „Berlin direkt“ stellte sich die Vorsitzende der FDP-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Gisela Piltz, den Fragen und Anregungen der (Neu-) Mitglieder. So entstand eine interessante Diskussion über Fragen der inneren Sicherheit. Piltz verteidigte dabei immer wieder die individuellen Freiheitsrechte, die auch unter dem Deckmantel der Terrorabwehr nicht auf der Strecke bleiben dürften. So sprach sie sich für die Einführung einer so genannten Anti-Terror-Datei aus, kritisierte allerdings die Forderungen nach einer Volltextdatei. Immerhin enthalte eine solche Datei keine Informationen über verurteilte Straftäter sondern über Personen, die lediglich im Verdacht stünden, strafbare Handlungen begangen zu haben oder begehen zu wollen. Nach einem kompakten zweistündigen Programm konnten die Gespräche zwischen Neumitgliedern und Funktionsträgern sowie den Vorfeldorganisationen individuell fortgesetzt werden.
Im Anschluss an den ersten Neumitglieder- und Interessentenkongress lud die FDP-Landtagsfraktion zu einem „Landespolitischen Tag“ in den Landtag ein. Viele der Neumitglieder nutzten die Gelegenheit, sich über die Arbeit der Landtagsfraktion zu informieren – alle 12 Landtagsabgeordnete waren anwesend und standen für Gespräche und Diskussionen zur Verfügung.
Für den späten Nachmittag hatte der FDP-Landesverband dann ein offenes Programm mit einer Führung durch den Medienhafen, einem Stadt-Bummel und einer Führung durch die Kunstsammlung K21 angeboten. Und auch beim Get-together am frühen Abend fanden sich 50 Liberale ein, um den interessanten und informativen Tag ausklingen zu lassen.
Termine
Neujahrsabendessen der FDP Rösrath mit Christian Lindner MdB
Marco Buschmann MdB beim Kreisparteitag der FDP-Gelsenkirchen














