Positive Bilanz zum Hochschulfreiheitsgesetz


Die Liberalen in NRW haben es sich zum Ziel gesetzt, NRW bei der Bildung wieder aus dem beschämenden PISA-Mittelmaß herauszuholen. So hieß es im Wahlprogramm: "Hochschulen erhalten bei uns Freiheit - beim Personal und bei den Finanzen. Sie selbst sollen ihre Studenten auswählen. So, wie auch die Studenten ihre Hochschulen frei wählen dürfen." Im Januar 2008 - ein Jahr nach Inkrafttreten des Hochschulfreiheitsgesetzes - konnte NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart, eine erste positive Bilanz ziehen.

"Die Hochschulen haben in diesem ersten Jahr deutlich an Schwung gewonnen. Sie haben das Hochschulfreiheitsgesetz als echte Chance begriffen und tatkräftig an den besten Lösungen für ihren Standort gearbeitet", erklärte NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart in Düsseldorf.

Der Landtag hatte das Hochschulfreiheitsgesetz 2006 mit den Stimmen der schwarz-gelben Koalition beschlossen, so dass es am 1. Januar 2007 in Kraft treten konnte. Die Verantwortung für Finanzen und Personal wurden vollständig auf die Universitäten und Fachhochschulen übertragen. "Dieses Gesetz läutet eine neue Ära in der Hochschulpolitik ein. Unsere Hochschulen können mehr, wenn man sie nur lässt. Die Entscheidung für das Hochschulfreiheitsgesetz ist ein Meilenstein bei der Aufholjagd", hatte der liberale Innovationsminister schon zum Start des Gesetzes erklärt. Jetzt - nach einem Jahr - zog Pinkwart eine durchweg positive Bilanz. "Früher hat der Staat das Geld gegeben und genau vorgeschrieben, wie die Hochschule es ausgeben darf. Heute gibt das Land das Geld und vereinbart mit der Hochschule, welche Ziele damit erreicht werden sollen", sagte Pinkwart. Dies bedeute für die Hochschulen mehr Autonomie und Eigenverantwortung.

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Initiative für mehr Forschungsfreiheit

Andreas Pinkwart bei der Vorstellung des Papiers im Thomas-Dehler-Haus
Andreas Pinkwart bei der Vorstellung des Papiers im Thomas-Dehler-Haus
Um mehr Autonomie und Eigenverantwortung für die Hochschulen geht es auch in dem Diskussionspapier "Initiative für mehr Forschungsfreiheit", das der stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP und NRW-Innovationsminister, Andreas Pinkwart, Mitte Januar dem FDP-Präsidium zur Beschlussfassung vorgelegt hat. Neben einer im Grundgesetz verbrieften Hochschulautonomie - Pinkwart verwies darauf, dass bislang nur NRW alle ehemals staatlichen Universitäten und Fachhochschulen rechtlich eigenständig und damit eigenverantwortlich für Finanz-, Personal- und Organisationsentscheidungen gemacht habe - geht es der FDP auch um mehr Gestaltungsfreiraum für außeruniversitäre Forschung.

Der Beschluss ist Teil einer nationalen Initiative der FDP für mehr Forschungsfreiheit.