Pinkwart: Mehr Freiheit für die Forschung mit embryonalen Stammzellen
Landesverband

Andreas Pinkwart (Düsseldorf, 12.02.2008) Der FDP-Landesvorsitzende und stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Andreas PINKWART hat sich für mehr Freiheit für die Forschung mit embryonalen Stammzellen ausgesprochen. Er plädierte für eine gänzliche Aufhebung der Stichtagsregelung im Stammzellengesetz. „Je älter Stammzelllinien sind, desto weniger brauchbar sind sie für die Forschung. Deshalb würde eine bloße Verschiebung des Stichtags lediglich kurzfristig die Forschungsbedingungen in Deutschland verbessern“, sagte der nordrhein-westfälische Forschungsminister.
Die aktuelle Regelung wurde im Juli 2002 beschlossen. Demnach sind aus dem Ausland importierte Stammzellen nur dann zulässig, wenn diese vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden. Viele Forscher in Deutschland argumentierten jedoch, dass die Forschung weiter ist und heute Stammzellen von höherer Qualität erhältlich sind. Das Material, das älter als der Stichtag sei, wäre hingegen instabil. Am Donnerstag debattiert der Bundestag in erster Lesung über eine Reihe von Änderungsentwürfen. Neben dem Wegfall des Stichtags gibt es beispielsweise einen Antrag, der nur eine Verschiebung des bisherigen Stichtags vorsieht oder einen, nach dem es ein Verbot jeglicher Forschung mit embryonalen Stammzellen geben soll. Abschließend befasst sich der Bundestag am 13. und 14. März mit den Gesetzesänderungen.
Der nordrhein-westfälische Forschungsminister Andreas pinkwart hat sich vor diesem Hintergrund klar gegen eine verbrauchende Embryonenforschung ausgesprochen und betont, dass in Deutschland die Grundlagenforschung höchsten ethischen Maßstäben gerecht werde und die Wissenschaftler sehr verantwortungsbewusst mit dem Thema umgingen. „Gerade deshalb bedauere ich es außerordentlich, dass in der aktuellen Debatte zunehmend radikaler argumentiert wird“, sagte Pinkwart.
Die Forschung mit embryonalen Stammzellen sei unerlässlich, wenn die Chance auf neue Therapien für Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson gewahrt bleiben sollten. „Auch wenn die Therapien später ausschließlich auf der Basis adulter Stammzellen entwickelt werden, müssen unsere Forscher vorher das Ganze verstehen – und dabei können sie in der Grundlagenforschung nicht auf die embryonale Stammzellforschung verzichten“, machte Pinkwart deutlich.

Ulrike Flach wirbt für die Abschaffung der Stichtagsregelung Unverständlich sei auch die derzeitige Regelung, dass über EU-Projekte embryonale Stammzellforschung auch mit deutschen Steuergeldern finanziert werde, deutsche Forscher sich daran allerdings nicht beteiligen dürften. Auch diese Strafandrohung müsse entfallen, so Pinkwart: „Unsere Wissenschaftler brauchen Rechtssicherheit“, forderte der FDP-Bundesvize. Er hoffe sehr, dass sich der Bundestag der fraktionsübergreifenden Gesetzesinitiative für „menschenfreundliche Medizin“ der FDP-Bundestagsabgeordneten Ulrike Falch anschließen werde. "Nicht nur die Forschung, auch die Politik trägt Verantwortung dafür, dass Chancen des Heilens genutzt werden können", so Pinkwart.
Der nordrhein-westfälische Forschungsminister Andreas pinkwart hat sich vor diesem Hintergrund klar gegen eine verbrauchende Embryonenforschung ausgesprochen und betont, dass in Deutschland die Grundlagenforschung höchsten ethischen Maßstäben gerecht werde und die Wissenschaftler sehr verantwortungsbewusst mit dem Thema umgingen. „Gerade deshalb bedauere ich es außerordentlich, dass in der aktuellen Debatte zunehmend radikaler argumentiert wird“, sagte Pinkwart.
Die Forschung mit embryonalen Stammzellen sei unerlässlich, wenn die Chance auf neue Therapien für Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson gewahrt bleiben sollten. „Auch wenn die Therapien später ausschließlich auf der Basis adulter Stammzellen entwickelt werden, müssen unsere Forscher vorher das Ganze verstehen – und dabei können sie in der Grundlagenforschung nicht auf die embryonale Stammzellforschung verzichten“, machte Pinkwart deutlich.

Ulrike Flach wirbt für die Abschaffung der Stichtagsregelung Unverständlich sei auch die derzeitige Regelung, dass über EU-Projekte embryonale Stammzellforschung auch mit deutschen Steuergeldern finanziert werde, deutsche Forscher sich daran allerdings nicht beteiligen dürften. Auch diese Strafandrohung müsse entfallen, so Pinkwart: „Unsere Wissenschaftler brauchen Rechtssicherheit“, forderte der FDP-Bundesvize. Er hoffe sehr, dass sich der Bundestag der fraktionsübergreifenden Gesetzesinitiative für „menschenfreundliche Medizin“ der FDP-Bundestagsabgeordneten Ulrike Falch anschließen werde. "Nicht nur die Forschung, auch die Politik trägt Verantwortung dafür, dass Chancen des Heilens genutzt werden können", so Pinkwart.
- Youtube-Beitrag: Ulrike Flach über den fraktionsübergreifenden Antrag zur Änderung des Stammzellengesetzes
- Schwerpunkt: Initiative für mehr Forschungsfreiheit
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