Stuttgart, 06. Januar 2012

Dreikönigskundgebung: Auftakt für ein kämpferisches 2012

Bahr erklärte im Interview mit dem "Deutschlandradio Kultur", die FDP habe das vergangene Jahr mit dem wichtigen Mitgliederentscheid zur Eurofrage abgeschlossen, um beim Dreikönigstreffen das Startsignal für den Wiederaufstieg zu geben. "Die Inhalte der FDP - soziale Marktwirtschaft, Bürgerrechte, auf Fortschritt zu setzen – werden von keiner anderen Partei vertreten. Keine andere Partei setzt sich im Zweifel für die Freiheit ein und denkt an die einzelnen Bürger und Bürgerinnen mit ihren Sorgen und Nöten", betonte der Landeschef der FDP in NRW.

Zu den bevorstehenden Wahlen in Schleswig-Holstein erklärte er, dort stehe eine gut aufgestellte FDP, die Erfolge in der Regierung vorzuweisen habe, bereit. "Kein Mensch kennt die Piraten in Schleswig-Holstein, ob es die überhaupt gibt, weiß keiner. Ich glaube, dass wir da eine gute Chance haben, wieder reinzukommen", so Bahr.

Dem FDP-Bundesvorsitzenden Philipp Rösler traut Bahr zu, der Partei ein Profil zu geben. Rösler habe die FDP im Mai in einer schwierigen Situation übernommen und ihr als Vorsitzender neuen Mut gegeben.

Dreikönigskundgebung in Stuttgart

FDP-Parteichef Philipp Rösler forderte die Liberalen auf, dem Gegenwind zu trotzen und offensiv für die Werte der Freiheit einzustehen. „Wir Liberale wissen, dass die Verteidigung der Freiheit keine politische Schönwetterveranstaltung ist. Aber genau deshalb sind wir in der großartigen Freien Demokratischen Partei“, betonte Rösler. „Jetzt kommt es darauf an, deutlich zu machen, dass die FDP für unser Land unverzichtbar ist.“

Rösler: Die FDP ist unverzichtbar

„Wer die FDP wählt, bekennt sich zur starken Mitte. Wer die FDP wählt, bekennt sich zur deutschen Erfolgsgeschichte der sozialen Marktwirtschaft. Nur wir stehen dafür, dass diese Erfolgsgeschichte fortgesetzt wird und Wachstum auch morgen noch möglich ist. Das ist unser Thema, das ist unser Auftrag.“

Niebel: Ohne die FDP geht es nicht

Präsidiumsmitglied Dirk Niebel unterstrich in seiner Rede, dass es Deutschland derzeit wirtschaftlich und sozial so gut gehe wie nie zuvor. Dies sei aber kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit. Es mache eben einen Unterschied, wenn Liberale mitregieren, betonte Niebel. „Ich will als Entwicklungsminister eine insgesamt gerechtere Welt, den Ausgleich, die gemeinsamen großen Chancen. Aber ich kämpfe gern dafür, dass unser Deutschland eine Insel des Wohlstands, der Gerechtigkeit und der Freiheit auf dieser Erde bleibt. Das geht vielleicht ohne SPD, ohne Grüne, ohne CDU und CSU aber niemals ohne FDP“, stellte der Liberale klar.

Niebel: Und am Ende gewinnst Du

Einige Journalisten hielten das Wahlergebnis von 2009 immer noch für einen Irrtum der Geschichte, so Niebel weiter. Dem warf der Liberale ein Zitat von Mahatma Gandhi entgegen: „Erst ignorieren sie dich, dann machen sie dich lächerlich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ Es sei an der Zeit, selbstbewusst aus dem dunklen Umfragekeller herauszutreten. „Wir heben den Kopf, wir wissen wer wir sind und was wir leisten“, erklärte Niebel.

Döring: Liberale sind Korrektiv für die Freiheit

Volle Kraft voraus: Nicht die Kontroversen der Vergangenheit, sondern die Lösung der Probleme der Menschen werden die Liberalen 2012 beschäftigen, bekräftigte FDP-Generalsekretär Patrick Döring in seiner Rede zu Dreikönig. Aufgabe der FDP sei es, die Mitte der Gesellschaft gegen die Verbots- und Steuererhöhungsorgien von SPD und Grünen zu verteidigen. Als starkes und wichtiges Korrektiv werde die FDP auch weiterhin das Land auf einem Kurs der Mitte halten.

"2011 war ein schwieriges Jahr für die FDP", räumte Döring zu Beginn seiner Rede ein. Wegen innerer und äußerer Kontroversen sei der wichtige Beitrag der FDP in der Koalition nicht zum Vorschein gekommen. "Aber in der Koalition und in der Auseinandersetzung mit der Opposition, vor allem aber im Gespräch mit den Menschen muss es einzig und allein um die Bewältigung der Probleme unseres Landes gehen – und nicht um uns selbst", betonte Döring.