Flach: Bessere Hygiene für Krankenhäuser

Berlin, 24. August 2010

Ulrike Flach
Ulrike Flach
Bis zu 40.000 Menschen sterben jedes Jahr wegen mangelnder Hygiene in deutschen Krankenhäusern - zuletzt drei Babys an der Uniklinik Mainz. "Wir haben auf dem Gebiet der Krankenhaus-Hygiene ein großes Problem, auf das der Gesetzgeber dringend reagieren muss", sagte FDP-Fraktionsvize Ulrike Flach. Die Liberalen planen eine neue bundesweit gültige Hygiene-Verordnung.

Elf Säuglinge wurden vor wenigen Tagen an der Uniklinik Mainz mit Darmbakterien in ihrer Flüssignahrung infiziert, drei davon starben. Infektionen sind keine Seltenheit in deutschen Krankenhäusern. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Ulrike Flach, machte in der "Osnabrücker Zeitung" darauf aufmerksam, dass sich pro Jahr bis zu 600.000 Menschen in deutschen Kliniken mit Krankheitserregern infizierten. "Bis zu 40.000 Patienten sterben jedes Jahr an diesen Infektionen", erklärte Flach.

Die FDP-Fraktion werde deshalb nach der Sommerpause die Initiative für eine bundesweite Regelung ergreifen, kündigte Flach an. Sie kritisierte, dass bis auf wenige Ausnahmen die eigentlich für diesen Bereich zuständigen Länder keine Hygiene-Verordnungen für Krankenhäuser erlassen hätten.
Die FDP spricht sich dafür aus, dass an jedem Krankenhaus in Deutschland Hygienebeauftragte die Verantwortung für diesen sensiblen Bereich übernehmen. Nach Abschluss verschiedener Gespräche mit Experten wird auf diesem Gebiet von der FDP-Fraktion eine gesetzgeberische Initiative ausgehen.