Pinkwart: Zurückdrehen der Reformen wäre gefährlich

Düsseldorf, 29. Juli 2010

Student FDP-Landeschef Andreas Pinkwart hat im Interview mit der "Zeit" davor gewarnt, die Reformen der vergangenen Jahre in der Bildungspolitik rückgängig zu machen. Maßvolle Studiengebühren und Stipendiensysteme dienten dazu, den Bildungsstandort Deutschland konkurrenzfähiger zu machen. Ein "Zurückdrehen" hält der ehemalige Wissenschaftsminister für "gefährlich".

"Die Leute können rechnen", Interview von Andreas Pinkwart in "Der Zeit" vom 29.07.2010

Der neuen Landesregierung in NRW warf Pinkwart vor, die Schulen "über den goldenen Zügel in ihre Richtung ziehen". So wie sie früher die Gesamtschule zulasten der anderen Schulformen bevorzugt hätten, wollten SPD und Grüne jetzt die Gemeinschaftsschule privilegieren. Gleichzeitig müsse künftig jede Schule sicherstellen, dass sie die Schüler, die sie aufnehmen muss, auch zum Abschluss führt. "Das ist das Ende des Gymnasiums, und das lehnen wir ab: Wir wollen nicht, dass die Gymnasien mit ihrer fachwissenschaftlichen Orientierung in den Gemeinschaftsschulen
aufgehen. Damit würden wir eine enorme Stärke unseres Bildungssystems ohne Not aufgeben", so Pinkwart.